B027 Warum der Massensport und nicht das Stadion?

"Anstatt die dringend notwendige Grundversorgung der Bevölkerung noch weiter zu reduzieren (so lernen z.B. immer weniger Kinder schwimmen, weil keine (Frei-)Bäder in ihrer Umgebung existieren), sollte die Stadt Essen auf den Neubau eines Fußballstadions für einen Viertligisten für 31 Mio. EUR verzichten. Über die Notwendigkeit kann wieder nachgedacht werden, wenn sich ein sportlicher Erfolg einstellt und eine Eigenbeteiligung des Vereins in nennenswerter Höhe möglich ist. Momentan gibt es keinen Spielraum für "Leuchtturmprojekte", weder im Sport, in der Kultur noch in anderen Bereichen. Wichtig sind nachhaltige Investitionen in die Zukunft, wie z.B. für Bildung oder Substanzerhaltung."

Stellungnahme der Verwaltung: 

"Grundsätzlich lässt sich keine pauschale Aussage darüber treffe"Die Stadt Essen darf Kredite für Investitionen aufnehmen, deren Höhe allerdings von der Kommunalaufsicht gedeckelt wird (In diesem Jahr sind es rd. 30 Mio. €.). Das Stadion baut die Grundstücksverwaltung Essen (GVE) als städtisches Beteiligungsunternehmen. Dafür erhält sie bei Gesamtkosten von 31 Mio. € insges. 24 Mio. € aus dem städt. Haushalt, deren Zahlung über 4 Haushaltsjahre gestreckt wird. Weitere 7 Mio. werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Ein Einsatz von investiven Mitteln in den konsumtiven Teil des Haushaltes ist nicht möglich. Eine unterlassene Investition (hier: das Stadion) würde somit nicht zu einer Haushaltsverbesserung führen, sondern eher zum weiteren Verfall des Anlagevermögens in diesem Bereich.

Der gemeinsame und so beschlossene Antrag der CDU/Grüne zum Bäderkonzept kann im Internet unter

www.essen.de/Ratsinformationen/Vorlagen Nr. 1160/2008/CDU/Grüne - Sitzung Rat 25.06.2008 inkl. der Niederschrift und des Beschlusses

und der Masterplan Sport kann unter http://ris.essen.de/vorgang.do?id=MiyHc.CXt9Vs6Ti0MjyGGJ eingesehen werden."

Wurde dem Bürgervorschlag zugestimmt? Nein